Obwohl stark ersatzgeschwächt, wollte unsere 1. Herrenmannschaft die Niederlage gegen die HSG Siebengebirge/ Thomasberg vergessen machen und weiter den Anschluss an die obere Tabellenhälfte halten.

Durch das Fehlen von sechs Feldspielern sahen sich Spieler auf Positionen wieder, die sie bisher nur von der Taktiktafel kannten. Doch unsere „Jungen Wilden“ machten das richtig gut: Aufgrund der Umstellungen kam man mit Kombinationsspiel kaum zum Erfolg. Zudem nahm Geislar unseren Spielgestalter Stefan Grünewald in Manndeckung. So war das Kleingruppenspiel und die Nutzung der Breitenräume im Spiel 1:1 gefragt. Außerdem musste in der Abwehr der Grundstein zum Sieg gelegt werden.

Dieser Plan klappte hervorragend. Mit einem gut funktionierenden 5:0+1 Abwehrsystem (Geislars RL wurde durch Manndeckung aus dem Spiel genommen) und einem gut aufgelegten Torwart, setzte man sich über 4:1 auf 9:4 ab.

In der Folgezeit machte sich dann wieder die Unerfahrenheit der Mannschaft bemerkbar. Mit nur einem Wechselspieler sollte die Mannschaft, mit dem Vorsprung im Rücken, ein wenig das Tempo herausnehmen und die Angriffe ausspielen. Dieses Vorhaben scheiterte. Viel zu hastig und unkonzentriert wurde im Angriff gespielt und so kam es zu technischen Fehlern und zu unüberlegten Abschlüssen.

Gestützt auf einen funktionierende Abwehrverband, konnte man den Vorsprung trotzdem bis zur Pause auf 14:8 ausbauen. Trainer Schaumann war dennoch unzufrieden: Bei 14 ausgelassenen 100%-tigen hätte man das Spiel schon in den ersten 30 Minuten entscheiden können.

Leider war die zweite Hälfte ein Spiegelbild ersten. Durch den Kräfteverschleiß ließ jetzt aber auch die Laufbereitschaft in der Abwehr nach. Nach Auskunft des Trainers, hinderte das unsere Spieler aber nicht daran weiter 15-Sekunden-Angriffe „zu fahren“ und so eine 60 minütige Konditionseinheit abzuliefern. Nur mit Handball hatte das phasenweise nicht viel zu tun.

Unter den gestrigen, besonderen Umständen war der Sieg aber zu keiner Zeit in Gefahr. So lobte der Trainer die kämpferische Einstellung und den unbändigen Willen zu gewinnen.