Die Damen gewannen gestern ihr Meisterschaftsspiel mit 23: 08 sehr deutlich. Dabei ließen sie in jeder Halbzeit nur 4 Gegentore zu. Liest sich alles sehr gut, ist aber nicht als Steigerung gegenüber dem Pokalspiel unterhalb der Woche zu verstehen.

Dafür war der Gegner einfach zu harmlos. Er hatte seine besten Spielerinnen in seinem Rückraum Mitte und in der Torfrau. Hennef konnte daraus nur bedingt Vorteile ziehen, da der eigene Übermut und Schlendrian zu häufig im Wege waren. So versuchte man trotz besseren Wissens immer wieder einen 2:4-Angriff mit den bekannten Fehlern im Passspiel des Rückraums und der zu engen Stellung der Kreisläufer. Es hält sich immer noch die Mär, dass die Spielerinnen technisch und kraftmäßig in der Lage sind einen langen Pass zu spielen. Deshalb wurden gehaltene oder eroberte Bälle irgenwie nach vorne geworfen – eine wird schon da sein. Die 2. Welle wäre fast immer besser gewesen, man hätte dann aber vermehrt laufen müssen. Auch gegen diesen Gegner brauchte man im Schnitt 3 Minuten, um ein Tor zu erzielen. Man verfügt über Auslösehandlungen, sollte sie aber auch vermehrt einsetzen.

Positiv fielen die Rückraumtore von Hennefs Rechtsaußen auf. “Knochenlos” zappelten sie im Winkel. Auch das Kreisläuferspiel von Hannah Stross wusste zu gefallen. Sie ist ein guter Partner für Sperren/Absetzen gegen eine 6:0-Abwehr. In der Abwehr konnte man eine 5:1-Abwehr versuchen und auch im 6:0-Verband versuchte man zeitweise antizipativ zu agieren.

Insgesamt kamen alle Spielerinnen zu ihren Einsatzzeiten.

Spielszenen