Unsere Herren I mußten mit ihrem kleinen Kader Tribut zollen.

Hatten unsere Jungs sich vor einer Woche gegen den obersten Aufstiegsfavoriten TSV Bonn rrh. nach großem Kampf knapp geschlagen geben müssen, so standen die Vorzeichen für das Auswärtsspiel gegen die punktgleiche HSG Euskirchen unter keinem guten Stern. Seit über einer Woche vor dieser Begegnung hatten wir um eine Spielverlegung gebeten, da absehbar war, dass wir verletzungs- und berufsbedingt kaum eine spielfähige Mannschaft auf die Platte bekommen würden. Euskirchen hat bedauerlicherweise sämtliche Kontaktaufnahmen umgehen können und sich letztendlich gegen eine Zustimmung der Spielverlegung entschieden. Schade für den Sport. So fuhren wir mit einem Mini-Kader nach Euskirchen, um gegen die Altinternationalen aus Kuchenheim anzutreten.

Die erste Halbzeit gestaltete unser Team sehr positiv. Sie spielten sehr diszipliniert, erspielten sich tolle Chancen und zeigten einen hervorragenden Handball. Auch die Abwehr wusste zu gefallen. In Min. 28 wurde dann aber Abwehrchef Bach am Kreis unsportlich zu Fall gebracht. Besagter Gegenspieler meinte durch Beleidigung und Nachtreten die Sache noch verbessern zu können. Unser Spieler erregte sich über das Verhalten des Gegenspielers und über die Tatsache, dass BEIDE Schiedsrichter nichts mitbekommen hatten, dermaßen dass er die Halle verließ und nach Hause fuhr. So musste unser Team ohne Abwehrchef und somit ohne eine adäquate Wechselmöglichkeit in die zweite Halbzeit starten. Es wurde ein hartes und zähes Ringen, welches wir am Ende mit 24:23 verloren. Immer noch achtbar, aber ohne die Nebengeräusche (Spielleitung u.a.) durchaus vermeidbar. Trainerstatement:

“Zu den Schiris werde ich mich nicht äußern, dies mache ich nicht und dabei bleibe ich. Ich versuche immer mit den Schiris zusammenzuarbeiten, denn Handball ist ein Prozess. Heute gab es sicherlich viele Entscheidungen (ein gegebenes Tor für uns wurde beispielsweise nach dem Anpfiff korrigiert (klarer Regelverstoß) um doch auf 7m zu entscheiden….). Letztendlich gab es aber so viele Situationen während des Spiels….
Wir hatten die nötige Qualität und die kämpferische Einstellung stimmte (auch ohne Fischer, Gräber, Ernesti, Müller, Bach, Maaßen, Thierfeld), aber irgendwann können alle Tricks, Kniffe und taktischen Überraschungen nicht die physischen Fakten aufwiegen.
Euskirchen hat beispielsweise 6 Wechselfehler begangen, die ich moniert hatte. Da wir das Kampfgericht nicht besetzen konnten, war dieses leider oft einäugig.
Nach dem persönlichen Spielende von D. Bach musste ein gelernter Torhüter bei uns im Innenblock spielen, da uns die Alternativen fehlten.
Wir werden uns auch weiter auf die anstehenden Spiele bestmöglich vorbereiten. Sobald der Kader wieder etwas größer ist, werden dann auch die Siege sich wieder einstellen. Aktuell ist es aber eine frustrierende Situation, wenn man gegen Gegner verliert, die man mit normalem Kader und sportlicher Fairness (seitens HSG Euskirchen) in einem Nachholspiel locker hätte besiegen können.”