Am zweiten Spieltag bestritt unsere mC2-Jugend in der „Sunshine“ Arena gegen die dortige HSG das Vorspiel zum Oberligaspitzenspiel Siebengebirge – Longerich.

Unsere Spieler „beschäftigten“ sich in der Vorbereitung auf das eigene Spiel mehr mit dem drum herum des nachfolgenden Spiels, dass Trainer Frank Schaumann schon Böses ahnte.

In der Anfangsphase war es noch ein Abtasten beider Mannschaften, so dass unsere HSG das Spiel bis zum 6:7 noch offen gestalten konnte. Danach legte die Mannschaft von Steffi Nitschke und Manuel Hoffstatt einen Zahn zu und das war es dann auch. Wurde im ersten Saisonspiel noch gelobt, dass spielerischen Defiziten Kampf- und Einsatzbereitschaft entgegengehalten wurde, war davon heute nichts zu sehen. Frank Schaumann holte sich immer wieder einzelne Spieler heran, um ihnen zu erklären, was sie besser machen sollen. Aber es half nicht, die Spieler machten immer wieder dieselben Fehler und waren überfordert. Vorne häuften sich die technischen Fehler und durch fehlende Übersicht kam S’gebirge immer häufiger zu einfachen Ballgewinne, welche sie besonders in der zweiten Hälfte durch 1. und 2. Welle in Tore ummünzten. Die Torhüter Jakob und Paul konnten einem Leid tun. Sie wurden von ihren Mitspielern weitestgehend im Stich gelassen und mussten Kopf und Kragen riskieren, damit das Ergebnis nicht noch höher ausfiel.

Trainer Frank Schaumann war einen Tag später immer noch „bedient“ und wollte nur soviel sagen: „ Einige haben wohl immer noch nicht verstanden, worauf es beim Handball ankommt, wenn es erhebliche spielerische Defizite gibt. Von Weiterentwicklung war in diesem Spiel nichts zu sehen.“

 

Unser C1- Nachwuchs absolvierte an diesem Wochenende das erste von fünf Spielen im Euskirchener Raum. Der Gegner aus Feytal hatte letzte Woche unsere mC2 mit 15:26 besiegt. Ist die mC1 schon so gefestigt, dass sie an die Leistung vom ersten Spiel anknüpfen konnte. Klare Antwort: JA!

70 Minuten vor dem Anwurf war die Mannschaft schon in Mechernich. Um noch etwas Sauerstoff zu „tanken“, erkundete man noch 20 Minuten die Ortschaft und schwor sich auf das bevorstehende Spiel ein.

Von Beginn an war die Mannschaft hellwach und ließ, durch ihre aggressive und laufstarke Abwehrarbeit, den TSV nicht ins Spiel kommen. Kam Feytal aber dennoch zum Torwurf, war beim gut aufgelegten Torwart der HSG Sieg Endstation. Somit stand es nach 9 Minuten 5:0. Von nun an kam die erste Phase, die dem Trainer Frank Schaumann nicht so gefallen hat. Die Abwehr war nicht das Problem. Aber im Angriff wurde man jetzt zu übermütig und es wurden keine Chancen mehr herausgespielt, sondern jeder wollte sich so schnell wie möglich in die Torschützenliste eintragen. Auch bei schnell vorgetragenen Angriffen (1. Welle), wurde nicht der besser postierte Mitspieler angespielt, sondern man versuchte es selbst. Es dauerte ganze sieben Minuten bis das 6:0 fiel. Danach gelang dem TSV sein erstes Tor. Bis zur Halbzeit baute man den Vorsprung auf 12:2 aus und das Spiel war praktisch schon entschieden. Zu groß war der Leistungsunterschied in den ersten 25 Minuten. Zu Beginn der zweiten Hälfte konnte der HSG Nachwuchs den Vorsprung auf 14:2 ausbauen. Danach kam die zweite Phase, mit der Frank Schaumann nicht einverstanden war. In der Abwehr war zu viel Stillstand, oder es wurde auf Ballgewinne spekuliert, was völlig daneben ging. Das führte dazu, dass die nächsten Minuten mit 4:4 ausgeglichen waren. Danach besann die Mannschaft sich wieder auf ihre spielerischen und konditionellen Stärken und erhöhten das Ergebnis von 18:6 auf 26:8.

Der Trainer war mit 40 Minuten mehr als zufrieden. Vorausblickend, auf das nächste Spiel gegen Siebengebirge, mahnte er aber die Schwächephasen an. Sind die Spieler schon so weit, wenn der Spielstand ausgeglichen ist, 50 Minuten ihre Fähigkeiten abzurufen/ umzusetzen. Die Antwort wird es am kommenden Samstag, 20.09. im Heimspiel gegen die Siebengebirgler geben.