Ferienzeit ist Reisezeit (meistens). Die Hallen sind zu (meistens). Handball findet fast nur im Livestream statt. Olympia rückt näher. Zeit mal kurz auf Pfingsten zurückzublicken. Es ist in etwa der Zeitraum, der die alte von der neuen Saison trennt. Er wird gerne für Saisonabschlussfahrten genutzt. So auch beim FC Hennef – Ziel Heythuysen, kurz hinter der holländischen Grenze. Ca. 2 Dutzend Handballer(innen) machten sich schon am Freitag auf, um am Kleinfeldturnier am Sonntag!! teilzunehmen. Die Spielertrainerin der Damenmannschaft erinnert sich:

Ein Convoy war schon mittags da und baute als Vorauskommando Zelte und Grillutensilien auf. Das Wetter war besser als vorhergesagt. Es war recht frisch, regnete aber kaum. Sonne gab es auch, so das der übliche Pfingstsonnenbrand nicht ausblieb. Den „Anreisetag“ blieb man noch relativ unter sich und vergnügte sich mit ein paar „Spielchen“; anstrengend genug um die Körper auf Temperatur zu bringen und die Frische (Kälte) nicht zu spüren. Nach einer angenehmen Nacht versammelten sich alle wie auf Kommando am nächsten Morgen beim Frühstück. „Wabbelbrötchen“ waren angesagt. Der Samstag stand noch zur freien Verfügung. Einige nutzen die Zeit den Ort zu erkundigen, der Rest schöpfte aus dem Repertoire der „FC-Reisespiele“. Es wurde viel gelacht und das Partyzelt in Augenschein genommen und am Abend dann mit der ganzen Truppe geentert.

Nach kurzer Zeit hatte man das Zelt zum Beben, Tanzen und Lachen gebracht – echte Animateure halt. In Holland nennt man so etwas „Feierbiester“ (Louis van Gaal). Der Abend ist bei allen Reisenden in bester Erinnerung. Etwas verdrängt hat man den nächsten Morgen: Alles ging etwas langsamer, einige suchten ihre verlorene Stimme, alle freuten sich aber auf das Turnier. Der Spaß stand an erster Stelle, die Ergebnisse belegen dies. Regen hatte sich eingefunden. Man rutschte über den Platz, gab Sitzhandballeinlagen und sah zeitweise Ball und Gegner nicht. Es ist nicht ganz klar, ob dies den dichten Regenschauern oder den Nachwehen der Partynacht geschuldet war.

Alle Mitreisenden betrachten den Ausflug als vollen Erfolg: Jung und alt, Männlein und Weiblein verstanden sich prima und unterstützten sich gegenseitig. Aufräumen, Einpacken und Verladen gelang so in in kurzer Zeit. Heythuysen wird auch nächstes Jahr ein Thema sein.