Nur einen Punkt behielten Schaumanns “Jungen Wilden” im gestrigen Nachholspiel. Dabei hatte der Zuschauer mehrmals den Eindruck, unser Team habe alles im Griff. Die Anfangsphase verlief ausgeglichen, aber nach und nach konnten sich die Jungs auf 8:3 absetzen. Dann folgte die Selbstüberschätzung: man ließ in der Abwehr die nötige Konsequenz vermissen. Im Mittelblock spielte man viel zu passiv und ermöglichte dem Gegner freie Würfe aus sieben, acht Metern. Damit nicht genug summierten sich im Angriff die technischen Fehler. Als Folge schmolz der Vorsprung bis zur Pause komplett zusammen. Beim 14:14 ging es in die Kabine.
Die Pause nutzte man, um sich die Einsatzbereitschaft und Konsequenz der Anfangsphase ins Gedächtnis zu rufen. Die Idee wurde über das 20 : 20 bis zum 27 : 22 auch verfolgt. Dann riefen die “Jungen Wilden” die andere Sequenz des Kurzzeitgedächtnis auf. Die Abwehr agierte zunehmend passiv, Gegenspieler wurden nicht gestört, Passwege nicht angegriffen. Im Angriff wurde zu schnell und unvorbereitet abgeschlossen (leidiges Problem in der gesamten Saison), die hektischen Phasen nicht entschleunigt. Dafür engagierte man sich in den technischen Fehlern.
Das Ende vom Lied war dann das 34 : 34, der Gegner konnte zufrieden nach Hause fahren.

Fazit: Der Punktverlust ist zwar schade, kratzt aber nicht wirklich an einer bisher guten Saison unserer 1. Herrenmannschaft. Die bisherige Entwicklung der Truppe ist schon außergewöhnlich. Sie wird aus diesem Spiel lernen und aufgetretene Fehler in den ausstehenden Spielen vermeiden :-)